aufreiben


aufreiben
auf|rei|ben ['au̮frai̮bn̩], rieb auf, aufgerieben:
a) <+ sich> seine Kräfte im Einsatz (für etwas) völlig verbrauchen:
er reibt sich in seinem Beruf auf; du reibst dich mit deiner Sorge für die Kinder völlig auf.
Syn.: sich abmühen, sich abplagen, sich abquälen, sich abrackern (ugs.), sich abschinden (ugs.), sich plagen, sich quälen, rackern (ugs.), sich schinden (ugs.), sich strapazieren.
b) <tr.; hat strapazieren, angreifen, schädigen:
die ständige Sorge reibt seine Gesundheit auf.
Syn.: anstrengen, schlauchen (ugs.), schwächen, verbrauchen, zehren an, zusetzen.

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auf||rei|ben 〈V. tr. 194; hat
3. überbeanspruchen u. vollkommen verbrauchen
4. erschöpfen, ermüden
5. 〈österr.〉 mit Seife (u. Bürste) säubern (Boden)
● der Sattel hat dem Pferd das Fell aufgerieben; seine Kräfte \aufreiben; du reibst dich für deine Familie auf; die Truppen wurden völlig aufgerieben; eine \aufreibende Tätigkeit

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auf|rei|ben <st. V.; hat:
1. <a. + sich> wund reiben:
ich habe mir [beim Kartoffelreiben] die Fingerspitze aufgerieben.
2.
a) <a. + sich> seine Kräfte völlig verbrauchen:
du reibst dich bei dieser Arbeit, in deinem Beruf auf;
b) jmds. Kräfte völlig aufzehren, zermürben:
die Sorge [um ihre Familie] hat sie vorzeitig aufgerieben.
3. völlig vernichten:
die Kompanie wurde völlig aufgerieben.

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auf|rei|ben <st. V.; hat: 1. <a. + sich> wund reiben: ich habe mir [beim Kartoffelreiben] die Fingerspitze aufgerieben. 2. a) <a. + sich> seine Kräfte völlig verbrauchen: du reibst dich bei dieser Arbeit, in deinem Beruf auf; So wurde denn die örtliche Politik sein Feld, auf dem er sich oft bis zur Erschöpfung aufrieb (Kirst, Aufruhr 25); b) jmds. Kräfte völlig aufzehren, zermürben: die Sorge [um ihre Familie] hat sie vorzeitig aufgerieben; eine aufreibende Tätigkeit. 3. völlig vernichten: die Kompanie wurde in dieser Schlacht völlig aufgerieben; Unser Chef war besorgt. Eine Patrouille wurde aufgerieben, kehrte nicht zurück (Härtling, Hubert 130).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Aufreiben — Aufreiben, verb. irreg. act. S. Reiben. 1) Durch Reiben öffnen. Sich die Haut ausreiben. In Oberdeutschland, wo reiben auch drehen bedeutet, heißt aufreiben so viel als aufdrehen; z.B. einen Strick aufreiben. 2) Von neuen reiben. Ein Tuch… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Aufreiben — Aufreiben, 1) durch Reiben wund machen, bei Thieren, bes. Zugthieren, oft vorkommend; fleißiges Waschen mit Branntwein heilt den Schaden am besten; 2) (Landw.), so v.w. Abfledern; 3) (Bäck.), Mehl, Sauerteig u. Wasser gehörig mit den Händen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • aufreiben — ↑ reiben …   Das Herkunftswörterbuch

  • aufreiben — V. (Aufbaustufe) jmdn. völlig beanspruchen und dabei dessen Kräfte verbrauchen Synonyme: zermürben, zerquälen, aufzehren (geh.) Beispiele: Die vielen Verpflichtungen reiben ihn stark auf. Sie hat sich in ständiger Sorge um ihre Familie… …   Extremes Deutsch

  • aufreiben — 1. anstrengen, entkräften, erschöpfen, kraftlos/schwach machen, mitnehmen, ruinieren, strapazieren, zehren, zermürben, zerquälen; (geh.): aufzehren, verzehren; (ugs.): auffressen, erledigen, fertigmachen, kaputtmachen, schaffen, schlauchen,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • aufreiben — auf·rei·ben (hat) [Vt] 1 etwas reibt jemanden auf etwas überfordert jemandes Kräfte und macht ihn körperlich und seelisch schwach ≈ etwas zermürbt jemanden: Die große Verantwortung reibt ihn auf 2 <Truppen o.Ä.> reiben <ein Bataillon o.Ä …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • aufreiben — auf|rei|ben …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Aufreiben — * Er hat es also auffgerieben, dass nicht ein Lauss war vberblieben. – Eyering, II, 307 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • aufreiben — [aufraim] Licht, elektrisches Gerät einschalten (reib an Radio auf...) …   Bayrische Wörterbuch von Rupert Frank

  • j-n aufreiben — [Redensart] Auch: • j n fertig machen Bsp.: • Dieses Wetter macht mich ganz fertig …   Deutsch Wörterbuch